Unserem Kirchturm zum 650. Geburtstag

von Eduard Michael

 

Vor langer Zeit im Mittelalter stand hoch am Berg ne Burg ne Alte.

Hier beschützten die Ritter von Ulfen die Straßen, den Ort, doch eines Tages, da waren sie fort.

Die Ritter verschollen, die Burg zerstört, man hat nie mehr von Ihnen gehört.

Da stand das Dorf, die Kirche allein. So ganz ohne Schutz, das durfte nicht sein.

Drum haben die Bürger sich aufgemacht und die Steine der Burg hinab zur Kirche gebracht.

Den alten Kirchturm, der schon alt und auch klein, den rissen sie ab, das musste so sein,

und bauten aus den Steinen der Burg, der alten, einen neuen Kirchturm und der sollte dann ewig halten.

8,50 Meter breit, 13 Meter in die Höh, 1 Meter 20 dick die Mauern, Schießscharten hinein,

ein Wehrturm, der trutzte den Feinden, so sollte es sein.

Auch die Kirche – sie wurde verlängert, erhöht und der Altar neu gesetzt, wie man heute noch sieht.

Dann schichteten sie aus den restlichen Steinen zuhauf, rund um die Kirche eine Friedhofsmauer auf.

Später wurde noch der Fachwerksaufbau auf den Turm gehisst, so dass er heute stolze 20 Meter misst.

Mit drei Glocken im Turm und einer Turmuhr versehen, so hat man den Kirchturm schon immer gesehen.

Zum 650. Geburtstag ist der Turmraum jetzt schön, das Türbild freigelegt,

und durch die Glaswand kann man den Altar jetzt sehen.

Wir Bürger von Ulfen wünschen dem Turm zum 650. Geburtstag sodann,

dass er die Gemeinde mit seinen Glocken noch viele Jahrhunderte zusammenrufen kann.